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Das Wirken des Edlen Andreas von Meyendorff zu Ummendorf

von Thea Wünsch

 

Buch des Wirkens

 

Inhalt


Auf der 850-Jahr-Feier 1995 in Ummendorf wurde von dem gerade wieder ins Leben gerufenen Theaterverein eV ein historisches Stück aus der Feder unseres Pfarrers Gunther Hirschligau aufgeführt. Im Mittelpunkt stand die Einführung der Reformation in Ummendorf und eine Würdigung der hierbei vollbrachten Leistungen des damaligen Burgherren Andreas von Meyendorff. Hierbei wurde mein Interesse geweckt, mehr über diese spannende und noch die Gegenwart prägende Zeit meines Heimatortes Ummendorf zu erfahren.


Bei der Suche nach wissenschaftlicher Hintergrundsliteratur mußte ich wiederholt feststellen, daß es zwar über die Reformation genügend Literatur gibt, aber nicht unbedingt über die Reformation von unten. Noch schwieriger wird es, wenn dieser Wunsch sich territorial stark eingrenzt. Viele Unterlagen (Urkunden, Protokolle) werden in den Unruhen des Baue rnaufstandes von 1524/25 und besonders im 3ojährigen Krieg verloren gegangen sein. So auch die stattliche "Bibliothecam" auf dem Hause Ummendorf von Andreas von Meyendorff gestiftet, welche der kaiserliche Oberst Pechmann anno 1626 mit 9 Wagen hat wegführen lassen.


In der Bibliothek des Konsistoriums in Magdeburg und des Börde-Museums Ummendorf sowie des Archivs des ev. Pfarramtes Ummendorf wurde ich letztlich doch fündig. Eine große Hilfe waren mir die Schriften des Badeleber Pfarrers Moritz Riemer, die er auf der Grundlage der noch vorhandenen Visitationsprotokolle der Generalvisitationen von 1563/64, 1583 sowie 1650/51 erstellte.


Es gab im deutschen Volk kaum jemanden, der nicht für oder gegen die Reformation stritt. Aber die Reformation war keine Revolution, die das Alte stürzte und völlig Neues an diese Stelle schob. Sie war ein lang andauernder Prozeß, bei dem in vielen Regionen Deutschlands das Alte allmählich in das Neue überging. In den meisten Fällen blieben die Formen, nur der Inhalt wurde ein anderer.


Von einer kurzen Darstellung des Ansehens der Kirche und den Reformbestrebungen in Deutschland im 15. Jahrhundert gehe ich aus. Danach folgen Ausführungen über den Beginn der Reformation im Magdeburger Land und der speziellen Situation in diesem Landstrich. Daran anschließend werde ich am Beispiel von Ummendorf den Verlauf der Reformation von unten in einer Dortgemeinde aufzeigen und zum Schluß die Reformation von oben ebenfalls in dieser Region. Auf die Leistungen des Burgherren und Amtmann von Ummendorf, des Ratsherren Andreas von Meyendorff zu Ummendori, gehe ich besonders ein.

Eine angenehme Zeit bei Ihrer Reise in den mittelalterlichen Holzkreis wünsche ich Ihnen.


Ummendorf, im April 2001
Thea Wünsch