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Burgtheater stiftet Reformationseiche

Ummendorf, den 06.12.2017

Der Ummendorfer Burgtheaterverein hat der Gemeinde Ummendorf eine Reformationseiche gestiftet. Sie steht jetzt am Sportplatz.

 

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Nun steht die Apokalypse fürs Wochenende wohl noch nicht zu befürchten und haben die Ummendorfer am Sportplatz auch keinen Apfelbaum gepflanzt. Theaterschreiber Gunther Hirschligau griff diese Worte während der Übergabe der Reformationseiche dennoch auf: „Unweigerlich muss ich zu diesem Anlass an das Luther-Zitat denken“, erklärte er den Grundschülern, die der kleinen Zeremonie auf Einladung des Burgtheatervereins beiwohnten.

„Diese Eiche soll an das 500. Reformationsjubiläum erinnern und auch an unser diesjähriges Theaterstück zur Reformation“, so Hirschligau weiter. „Einige von euch haben ja auch in ‚Der Schatz im Heringsfass‘ oder im Luthermusical der Kirchengemeinde mitgewirkt und wissen sicherlich, was es mit Martin Luther und der Reformation auf sich hat. Er hat damals etwas gegen die Angst geschrieben – das ist immer gut, und die Leute haben aufgehorcht. In unserem Theaterstück haben wir daran angeknüpft, haben viel gelacht, es war aber auch Nachdenkliches dabei.“

Spende aus der Theaterkasse

Nun wolle man „gemeinsam darauf aufpassen, dass dem Baum nichts passiert, damit er wachsen und gedeihen kann und ihr euch als Erwachsene vielleicht schon an einer stattlichen Reformationseiche erfreuen könnt.“ Auch Bürgermeister Reinhard Falke brachte die Hoffnung zum Ausdruck, „dass diese Eiche zum tausendsten Reformationsjubiläum noch stehen wird.“ Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Alterserwartung hatte der Theaterverein den Eichen- einem Apfelbaum vorgezogen.

655 Euro habe der Eichenjüngling gekostet, sagte Gunther Hirschligau. „Es ist eine Spende aus der Theaterkasse.“ Reinhard Falke, selbst Ensemblemitglied, verwies noch auf die spezielle Verbindung zwischen Burgtheater und Reformation. „Denn auch unser allererstes Stück im Jahr 1995 handelte davon, es ging darin um Burgherr Andreas von Meyendorff, ein Schüler Martin Luthers und Wegbereiter der Reformation in Ummendorf und der Magdeburger Börde.“

Die umstehenden Hybridpappeln, kündigte der Bürgermeister ferner an, würden „in naher Zukunft weggenommen, da sie ihr Alter erreicht haben und bruchgefährdet sind.“ Es gehe um die „Sicherheit für den Fußweg, die Straße und vor allem für den Spielplatz, wir werden aber natürlich Ersatzpflanzungen vornehmen“, betone Falke.

 

Foto: Im Beisein der Ummendorfer Grundschüler übergab der Theaterverein in Person von Autor Gunther Hischligau die Reformationseiche an die Gemeinde.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme