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Diskussion um Kirchenmauer beendet

Ummendorf, den 22.09.2017

Die Sanierung im Ummendorfer Ortskern ist auf der Zielgeraden. Die viel diskutierte Kirchenmauer ist fast fertiggestellt.

 

An der Mauer um die Dorfkirche, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen, hatte der Zahn der Zeit genagt. Seit einigen Wochen nun ist eine Baufirma dabei, eine neue Mauer zu errichten, die das höher gelegene Umfeld der Kirche umschließen soll. „Über Gestaltung und Höhe gab es im Gemeinderat unterschiedliche Auffassungen, deshalb hatten wir jüngst einen Lokaltermin, um darüber zu entscheiden“, erklärt Bürgermeister Reinhard Falke.

Dabei ging es insbesondere um den Höhenausgleich und die Anzahl der Gesteinsschichten. Falke beriet sich vor Ort mit den Gemeinderatsmitgliedern Erich Vogel und Thomas Ruppel, um der Baufirma entsprechende Hinweise geben zu können. Man tauschte Argumente aus – und es wurde Einigkeit hergestellt. Der für die Mauer verwendete helle Sandstein käme aus Polen, so der Bürgermeister. Das scheint widersprüchlich, wo doch im Ummendorfer Territorium ein Sandsteinbruch existiert. Der befinde sich aber in Privatbesitz und es müsste erst Bergbaurecht hergestellt werden, wollte man dort umfangreich abbauen. „Die Kosten dafür wären erheblich“, stellt Reinhard Falke fest.

Anders zeigt sich die Situation in der benachbarten Schäferstraße. „Sie ist fast eine der letzten Straßen im Ort, die jetzt grundhaft ausgebaut wird. Dabei achten wir auch wegen der Nähe zur Burg weitgehend auf die Optik mit historischem Charakter“, betont der Bürgermeister. Verbaut würden hier Natursteinpflaster und Granit unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit: „Weil die Straße ja auch zu dem Grundstück führt, in dem im Rahmen unseres Konzepts zur Sicherung der Daseinsvorsorge mehrere Pflegewohnungen eingerichtet werden, soll sie trotzdem auch mit einem Rollator gut zu nutzen sein.“

Obere Schäferstraße (erster Bauabschnitt) und Kirchenmauer (zweiter Bauabschnitt) sollen im Laufe der nächsten vier Wochen abnahmefertig hergerichtet sein. „Nach jetzigem Stand wird die offizielle Übergabe am 27. Oktober erfolgen“, so Falke. Der dritte Abschnitt umfasse dann den Ausbau der Straße „Hinter der Burg“. Investiert werden insgesamt rund 530 000 Euro. Die Gemeinde genießt dabei eine Zwei-Drittel-Förderung in Höhe von 350 000 Euro, die ihr aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums vom Land Sachsen-Anhalt gewährt worden sind.

 

Foto: An der Kirchenmauer beriet sich Bürgermeister Reinhard Falke mit den Ratsmitgliedern Erich Vogel und Thomas Ruppel über den Fortgang der Bauarbeiten.

 

Text und Foto: Hartmut Beyer - Volksstimme

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Diskussion um Kirchenmauer beendet